Gemeinsam in die Zukunft - VR Bank Bamberg & Volksbank Forchheim

VR Bank Bamberg eG und Volksbank Forchheim eG planen
gemeinsame Zukunft

Die VR Bank Bamberg und die Volksbank Forchheim führen zur Zeit Gespräche mit dem Ziel einer Fusion. Aus beiden Instituten würde eine neue gemeinsame Bank mit dem Namen „VR Bank Bamberg-Forchheim eG“, einer Bilanzsumme von 2,1 Mrd. Euro und mehr als 100.000 Kunden entstehen. „Unser Ziel ist es, in einer für Banken anspruchsvollen Zeit eine wirtschaftlich starke und leistungsfähige genossenschaftliche Filialbank mit attraktiven digitalen Lösungen für unsere Mitglieder und Kunden zu sein,“ erklärte Gregor Scheller, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Forchheim.

Beide Banken sind davon überzeugt, dass die aktuellen Herausforderungen wie Niedrigzins, regulatorische Auflagen und die Digitalisierung langfristig in einer stärkeren Einheit erfolgreicher bewältigt werden können. „Anlass, die Weichen für die Zukunft zum jetzigen Zeitpunkt neu zu stellen, ist das Ausscheiden des Bamberger Vorstandsvorsitzenden Ulrich Stock. Er wird im Sommer zu einem genossenschaftlichen Geldinstitut nach Niedersachsen wechseln“, so Bernhard Lamprecht, Vorstandsmitglied der VR Bank Bamberg eG. Die Aufsichtsräte beider Banken haben in der vergangenen Woche jeweils einstimmig der Aufnahme konkreter Fusionsverhandlungen und der Prüfung des Zusammenschlusses zugestimmt. Betriebsrat und Mitarbeiter wurden in den letzten Tagen ebenso informiert wie die Vertreter beider Genossenschaftsbanken.

Solide Vermögenslage und gemeinsame Ziele

„Bei den Sondierungsgesprächen der letzten Wochen hatten wir eine sehr vertrauensvolle, offene und konstruktive Atmosphäre“ berichtet der langjährige Volksbank-Chef Gregor Scheller. Beide Banken sind durch ihr genossenschaftliches Grundverständnis, ihre enge Verbindung zur Region Bamberg-Forchheim und ein ähnlich strukturiertes Geschäftsgebiet geprägt. „Wir stimmen in der grundsätzlichen Ausrichtung einer neuen Bank in hohem Maße überein“ freuen sich Scheller und Lamprecht. Eine gute Grundlage für eine erfolgreiche gemeinsame Zukunft ist außerdem die komfortable Eigenkapitalausstattung beider Banken. Diese Kapitalbasis bietet einer gemeinsamen Bank weitere Wachstumschancen im Privat- und Firmenkundengeschäft. „Vor allem für unsere Firmenkunden ergibt sich dadurch die Möglichkeit der gewerblichen Kreditausweitung, so dass wir als Partner für den Mittelstand in der Region noch interessanter werden“, so Alexander Brehm, der zukünftig für das Firmenkundengeschäft verantwortliche Vorstand der Volksbank.

Arbeitsplätze bleiben erhalten

Die insgesamt rund 360 Arbeitsplätze beider Geldinstitute bleiben auch nach einer Fusion erhalten. „Als größere gemeinsame Bank können wir langfristig sichere Arbeitsplätze mit Spezialisierungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten bieten. Wir benötigen qualifizierte, engagierte Mitarbeiter. Derzeit sind wir in beiden Häusern auf der Suche nach qualifiziertem Personal“, erklärten die Vorstände beider Geldinstitute. Ihre Position als attraktiver Arbeitgeber in der Region wollen sie gemeinsam ausbauen.

Filialen als zentraler Erfolgsfaktor

Momentan hat die Volksbank Forchheim 18 Filialen und die VR Bank Bamberg 25 Filialen in Stadt und Landkreis Forchheim bzw. Bamberg. Ihr Leistungsangebot will die fusionierte VR Bank Bamberg-Forchheim weiter verbessern. „Dem Kunden gegenüber verfügt eine starke Genossenschaftsbank über mehr wirtschaftliches Potenzial, Flexibilität und Innovationskraft, um attraktive und leistungsfähige Lösungen zu bieten. Seinen persönlichen Ansprechpartner, der ihm als Begleiter in allen Finanzangelegenheiten zur Seite steht, wird der Kunde durch die dezentrale Filialstruktur und das große Filialnetz auch in Zukunft haben“, betont Joachim Hausner, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Volksbank Forchheim. Die Unistadt Bamberg, der größere Wirtschaftsstandort, soll der künftige juristische Sitz der gemeinsamen Bank sein. Forchheim und Bamberg werden die beiden Hauptstandorte mit Sitz der Vorstände sein.

Vorstände mit regionaler Verwurzelung

Für die Besetzung des künftigen Vorstands ist geplant, dass der bisherige Volksbank-Chef Gregor Scheller aufgrund seiner jahrzehntelangen Erfahrung auch Vorsitzender der neuen Genossenschaftsbank wird. Mit im Vorstand werden Bernhard Lamprecht sein (bisher VR Bank Bamberg eG) sowie Joachim Hausner und Alexander Brehm (beide von der Volksbank Forchheim eG). Gregor Scheller und Bernhard Lamprecht werden gemeinsam die Bereiche Steuerung und Produktion verantworten, Joachim Hausner das Privatkundengeschäft und Treasury sowie Alexander Brehm das Firmenkunden- und Immobiliengeschäft. Dies unterstreicht die starke Ausrichtung auf das Kundengeschäft.

Fusionsbeschluss Anfang Juni geplant

Beide Banken streben eine baldige Umsetzung der Fusion an. „Wir wollen damit vor allem unseren Mitarbeitern zeitnah Orientierung geben“, so die Vorstände beider Häuser. Die erste Information wurde sowohl vom Betriebsrat als auch von den Mitarbeitern positiv aufgenommen. Im Mai werden die Vertreter beider Banken über die weiteren Ergebnisse informiert und anschließend unabhängig voneinander über die Fusion abstimmen. Aufgrund der guten Ausgangslage sind die Vorstände beider Häuser optimistisch, dass die Fusion die abschließende Zustimmung den Vertreterversammlungen erhält. In der zweiten Jahreshälfte können die beiden Banken dann ihre Zusammenführung technisch und organisatorisch umsetzen und in das Jahr 2020 als starke „VR Bank Bamberg-Forchheim eG“ starten.