Die Lastschriftmandate regeln die Nutzung von Lastschrifteinzügen zwischen Zahlungsempfänger und Zahlungspflichtigen.
 
Die Merkmale der neuen Lastschriftmandate

  • Die Lastschriftmandate erhält der Zahlungspflichtige vom jeweiligen Zahlungsempfänger.
  • Oft sind diese Mandate Bestandteil von Verträgen (z. B. Telefon- oder Stromrechnungen).
  • Mit dem Lastschriftmandat autorisiert der Zahlungspflichtige gegenüber seiner Bank die Einlösung von SEPA-Lastschriften des Zahlungsempfängers.

 

Jedes Lastschriftmandat muss folgende Angaben enthalten:

  • Name des Zahlungsempfängers
  • Gläubiger-Identifikationsnummer des Empfängers
  • Angabe, ob es eine einmalige oder eine wiederkehrende Zahlung ist
  • Name des Zahlungspflichtigen
  • Bezeichnung der Bank des Zahlungspflichtigen
  • IBAN und BIC des Zahlungspflichtigen
  • Eine max 35-stellige, individuell vergebene Mandatsreferenz (z. B. Vertragsnummer). Die Mandatsreferenz kann dem Zahlungspflichtigen auch nachträglich bekannt gegeben werden
     

SEPA-Basis-Lastschrift

SEPA-Basis-Lastschriftmandat (SDD CORE)

Hinweis: Beim SEPA-Lastschriftmandat für das SEPA-Basis-Lastschriftverfahren kann der Zahlungspflichtige einer autorisierten Lastschrift innerhalb von 8 Wochen nach Belastung ohne Angaben von Gründen widersprechen.
 
Die Gestaltung des Mandats ist nicht festgelegt, lediglich der Inhalt. Folgender rechtlich relevanter Text ist im Mandat anzugeben:
 
"SEPA-Lastschriftmandat:
Ich ermächtige (Name Zahlungsempfänger) Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die von (Name Zahlungsempfänger) auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen.
Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten Betrags verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen."

>> Formular SEPA-BasisLastschriftmandat (wiederkehrende Zahlung)

SEPA-Firmen-Lastschrift

SEPA-Firmen-Lastschriftmandat (SDD B2B)

Hinweis: Eine autorisierte SEPA-Firmen-Lastschrift kann vom Zahlungspflichtigen nicht zurückgegeben werden.
 
Der Zahlungspflichtige legt seiner Bank vor der ersten Belastung eine Kopie des "SEPA-Firmenlastschriftmandats" vor. Solange das Mandat der Bank vorliegt und nicht widerrufen wird, werden Lastschrifteinzüge durchgeführt und belastet.
 
Die Gestaltung des Mandats ist nicht festgelegt, lediglich der Inhalt. Folgender rechtlich relevanter Text ist im Mandat anzugeben:
 
"SEPA-Firmenlastschrift-Mandat:
Ich ermächtige (Wir ermächtigen) (Name des Zahlungsempfängers), Zahlungen von meinem (unserem) Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein (weisen wir unser) Kreditinstitut an, die von (Name des Zahlungsempfängers) auf mein (unser) Konto gezogenen Lastschriften einzulösen. 
Hinweis: Dieses Lastschriftmandat dient nur dem Einzug von Lastschriften, die auf Konten von Unternehmen gezogen sind. Ich bin (Wir sind) nicht berechtigt, nach der erfolgten Einlösung eine Erstattung des belasteten Betrags zur verlangen. Ich bin (Wir sind) berechtigt, mein (unser) Kreditinstitut bis zum Fälligkeitstag anzuweisen, Lastschriften nicht einzulösen."
 
>> Beispiel SEPA-Firmenlastschriftmandat

Nutzung bestehnder Einzugsermächtigungen

Einzugsermächtigungs-Verfahren
 
Bereits bestehende Einzugsermächtigungen können Sie für Lastschrifteinzüge im SEPA-Basis-Lastschriftverfahren nutzen. Hierfür wurden die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Banken bereits angepasst.
 
Haben Sie eine schriftliche Einzugsermächtigung vorliegen, können Sie ein bestehendes Mandat umdeuten. Dies bedeutet für Sie , dass Sie von Ihren Bestandskunden keine neuen SEPA-Lastschrift-Mandate einholen müssen.
 
Sie sind jedoch verpflichtet den Zahlungspflichtigen über die Umstellung auf das SEPA-Lastschriftverfahren informieren und ihm folgende Daten mitteilen:
1. Ihre Gläubiger-Identifikationsnummer
2. Mandatsreferenz: diese kann frei vergeben werden, z. B. Vertrags- oder Kundennummer
3. Auf Nachfrage müssen Sie Ihrer Bank die Unterrichtung der Geschäftspartner (Zahlungspflichtige) nachweisen können.
 
TIPP: Verbinden Sie die Umdeutung und die Pre-Notification zu einem Schreiben:

>>Beispiel: Umdeutung Einzugsermächtigung in SEPA-Basis-Mandat und Pre-Notification
 
 
Abbuchungsauftrags-Verfahren
Das Abbuchungsauftragsverfahren wird ab Februar 2014 eingestellt.
 
Eine "Überführung" bestehender Abbuchungsaufträge in Lastschriftmandate eines anderen SEPA-Lastschriftverfahrens ist nicht möglich. 

Möchten Sie die SEPA-Firmen-Lastschrift nutzen, müssen Sie in jedem Fall die neue Mandate erstellen!